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Sneff
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Freitag, 19.10.2007 18:06 1 |
Hallo Community,
mit dem K850i ist das diesjährige Flaggschiff von Sony Ericsson nun erschienen und bereits in den Händen vieler Käufer. Was das neue Gerät taugt, was es kann und vielleicht nicht kann, das wird der folgende Testbericht zeigen, der sich über mehrere Tage in mehreren Teilen aufbauen wird.
Teil 1: Inbetriebnahme und erster Eindruck

Das Gerät kommt in einer schönen Pappschachtel daher und offenbart sich direkt nach dem Öffnen des Kartons.
Im Lieferumfang enthalten sind:
- Das K850i
- Akku BST-38
- Ladegerät CST-75
- Memory Stick Micro M2 mit 512 MB
- Headset HPM-62
- Datenkabel
- Handschlaufe
- Handbuch
- PC-Suite CD-Rom
- Cyber-Shot-Bröschüre
Obwohl es auf den Pressebildern sehr mollig wirkt, hat das K850i sehr angenehme Ausmaße. Es ist leicht größer als ein K750i und deutlich kleiner als ein K800i.
Dennoch liegt es gut in der Hand und man kann mit dem Daumen jede Taste - auch die tiefliegenden - erreichen. Das neue 3-Softkeys-Konzept ist durchdacht und für alte Sony Ericsson-Nutzer ein wenig gewöhnungsbedürftig - denn es fehlt schonmal der liebgewonnene Zurückknopf.
Die drei Softkeys reagieren berührungssensitiv - das klappt sehr gut und bei erfolgreichem Druck wird eine kleine Auslöseanimation angezeigt.
Das Steuerkreuz ist ebenfalls durch die neue Lage inmitten der Zahlentasten ungewohnt und bedarf kleiner Umstellungszeit - zumal man ja zum Bestätigen nicht mehr mittig drücken kann sondern oberhalb den mittleren Softkey zu verwenden hat.
Die Nummerntasten sind zwar klein, aber durch ihre bauchige Form optimal zu finden und zu drücken. Der Druckpunkt ist - verglichen mit anderen SE-Modellen - fast ein wenig härter als erwartet. Das stellt aber kein Problem dar.
Die Seitentasten stehen stark heraus - fast ein wenig zu stark. Vorteil hierdurch ist aber eine optimale "Erfühlbarkeit". Befinden sich hingegen links gar keine Tasten, ist die rechte Taste (weil Oberseite im Kameramodus) übersäht mit Tasten und Schaltern. Fast ein wenig zu viel. Hier stellt sich die Frage warum nicht mindestens die Lautstärketasten nach links gewandert sind (auch wenn das nicht (mehr) SE-Normal ist - aber das ist das Navigationskreuz und der später beschriebene Slot ebenfalls nicht).
Übrigens ist der Streifen an der Seitenflanke eine Zierleiste und kann nicht beleuchtet werden!
Die Kamera ist standardmäßig verschlossen. Drückt man den untersten der Seitenknöpfe (welcher sehr tief liegt und entsprechend energisch gedrückt werden muss) dann schnappt die Linse der Kamera (die sich eh hinter der durchsichtigen Rückseite des Geräts befindet) auf und der Ring beginnt kurz aufzuleuchten. Zudem leuchtet die eben gedrückte Taste nun permanent und weist den Weg zum nebenliegenden Auslöser.
Die Rückseite (wie auch Teile der Vorderseite) zieht Fingerabdrücke beinahe magisch an. Jede Berührung hinterlässt einen unschönen Abdruck. Wer nicht alle paar Sekunden das Gerät säubern will, muss wohl oder übel mit vergriffenen Oberflächen leben.
Dort zu sehen ist die Kamera, deren Verschluss sich erst im Kameramodus öffnet, der Xenon-Blitz, die drei LEDs die als Fotolicht dienen und Rote Augen verringern sollen und der Helligkeitssensor für die Kamera. Alle Elemente sind unter einer schützenden, durchsichtigen Schicht, selbst das normalerweise hervorstehende SE-Logo ist dahinter eingelassen. Damit bietet die Rückseite eine total ebene Fläche.
Der Rücken ist zudem auf Holz sehr griffig (liegt also Bombenfest) und quietscht jämmerlich auf diversen Oberflächen.
Schon bei der Inbetriebnahme fällt das neue Akkudeckel- und M2-Slot-Konzept ins Auge. Um an die erwünschten Teile zu kommen muss an der Unterseite des Geräts kameratypisch ein Schacht geöffnet werden, der leider auf lange Sicht keinen besondes Stabilen eindruck macht. Zwar stabiler als die Gummilaschen mancher Geräte, aber dennoch hat man vorallem beim Schließen des Schachts ein eher schlechtes Gefühl.
Unter dem Deckel ist der Einschub für SIM, Akku und Speicherkarte.
Das Testgerät hat keine schwachen Stellen, nichts wackelt und nichts knarzt.

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Sneff
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Samstag, 20.10.2007 14:43 2 |
Teil 2 - Menüführung und Funktionen
Schaltet man das Handy ein wird man (nach der Einrichtungsphase beim ersten Start) das Standby-Fenster zu sehen bekommen.
Hier sind kompakt Statusinformationen sowie Datum und Uhrzeit angezeigt. Das Standby gibt es in 2 Varianten. Einmal mit kleiner Uhr und einmal mit großer Uhr.
Die Uhrgrößen lassen sich in den Einstellungen umstellen. Oben links sind die Verbindungsinformationen zu sehen: Signalstärke und Verfügbarkeit von GPRS und UMTS (jetzt als 3G-Symbol statt dem alten Wellensymbol. Daneben sind weitere Statusangaben wie empfangene Nachrichten, Profile oder Headset-Anschluss. Rechts befindet sich die Akkuanzeige.
Im Hauptbereich wird der aktuelle Provider angezeigt.
Die drei Textfelder unten können mit Berührung aktiviert werden.
Kernstück ist das Hauptmenü, worüber man alle Funktionen erreicht:
Beginnen wir mit der Nachrichtenfunktion, auf der standardmäßig der Cursor sitzt, wenn man ins Hauptmenü gelangt:
Hier können SMS, MMS und Emails verschickt und verwaltet werden sowie RSS-Feeds (WebFeeds) abonniert werden:
Nächster Menüpunkt ist die Funktion "Media". Hier sind alle Funktionen wie der Foto, Musik und Video gebündelt in neuem, modernen Layout erreichbar.
Als erstes bekommt man eine vertikal angeordnete Liste zu sehen in der man den Medientyp wählt, den man aufrufen möchte. Schließlich "hangelt" man sich zB zur Musik durch, die man hören möchte.
Selbiges gilt für den Videoplayer:
Sowohl Video- als auch Musikplayer erkennen die Haltung des Handys und schalten nach Bedarf auf Hoch- oder Querformat um.
Der Webbrowser, basierend auf Netfront, arbeitet wie seine großen Vorbilder und kann normale Websites im Internet aufrufen.
Der Menüpunkt "Unterhaltung" bietet vorinstallierte Spiele, Funktionen wie trackID, Video-, Photo und MusicDJ und weiteres. Nettes Detail: Das Spiel "Marble Madness 3D" verwendet den im K850i integrierten Bewegungssensor, der ermitteln kann in welcher Lage sich das Handy befindet und in welche Richtung es sich wie stark bewegt. Der selbe Sensor wird auch von der Media-Anwendung verwendet, wie zuvpr beschrieben.
Extra im Hauptmenü verankert sind die Alarme. Hier können mehrere Alarme voneinander unabhängig konfiguriert werden:
Das Telefonbuch ist gewohnt umfangreich und in üblicher SE-Gestaltung gehalten. Jedem Kontakt können verschiedene Arten von Telefonnummern (Privat und Geschäftlich und davon jeweils Mobil, Festnetz und Fax) sowie Mail, Website, Kontaktinformationen, Notizen, Adressen, Bilder und vieles mehr zugeordnet werden.
Das Radio sucht nach Wunsch alle empfangbaren Sender und ordnet diese in einer automatisch generierten Liste an. Mit RDS kann dann der Sendername herausgefunden werden. Der Empfang des Radios ist sehr gut, das Layout zweckmäßig und von anderen SE-Modellen bekannt.
In der Anrufliste sieht man empfangene, ausgegangene und verpasste Anrufe, sortiert nach Zeit.
Das wohl umfangreichste Feature ist der Organizer wo sich der Dateimanager, Anwendungen sowie Kalender, Aufgaben, Notizen und weiteres verbergen:
Der Dateimanager ermöglicht Einblick in den für den Anwender freigegebenen Bereich auf dem Handyspeicher und dem M2-Memory-Stick. Die Dateien sind sortiert nach Art in verschiedenen Verzeichnissen abgelegt und können so optimal wiedergefunden werden.
Ruft man ein Element auf, öffnet sich der dazu geeignete Medienplayer.
In "Anwendungen" sind bereits drei Anwendungen installiert, später, durch den User, installierte Anwendungen, finden dort ebenfalls nach Wunsch platz:

Damit Termine nicht versäumt werden, empfiehlt sich die Pflege des Kalenders:
Ergänzend dazu bietet das K850i die Möglichkeit der Aufgaben- und Notizverwaltung, welche (wie der Kalender und das Adressbuch) mit dem PC synchronisiert werden können
Weitere Funktionen sind unter anderem der Timer und der Taschenrechner:
Mächtige Funktionen sind in den Einstellungen verborgen. Hier kann der Benutzer das Gerät nach seinen eigenen Wünschen einstellen und detalliert anpassen:
Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf das Activity-Menü:

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Sneff
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Dienstag, 23.10.2007 19:52 3 |
Teil 3 - Die Kamera sowie Beispielfotos
In diesem Teil möchte ich euch die Kamerafunktion näher bringen und Beispielfotos zeigen.
Die Kamera ist wie von SE gewohnt sowohl aus dem Hauptmenü als auch per extra Gehäusetaste erreichbar. Letztere ist (im Gegensatz zu den Vorgängern) nicht der Auslöser, sondern eine daneben befindlicher, in das Gehäuse eingelassener Knopf, der auch reagiert und die Kamera öffnet, wenn das Handy selbst gesperrt ist.
Ist die Kamera aktiviert schaltet das Handy auf horizontalen Betrieb um und öffnet die Kameralinse mit einem leisen Klick. Desweiteren deaktiviert sich die normale Tastenbeleuchtung und es sind nur noch die (normalerweise) rechts befindlichen Tasten inkl der speziellen Kamerasymbole beleuchtet.
Durch leichtes Andrücken des Auslösers wird die Szene fokussiert. Das dauert in der Regel 1-3 Sekunden und wird durch einen Signalton signalisiert.
Währenddessen geht je nach Helligkeit gehen hier schon die drei LEDs an um dem Autofokus das Arbeiten zu erleichtern. Diese "Hilfe" aktiviert sich allerdings schon bei leicht dunkler Szene wodurch die Chance eines Schnappschusses gegen Null geht.
Das Licht der drei LEDs ist allerdings nicht weiß sondern geht leicht ins gelbliche bzw grünliche - vermutlich soll das das Blenden der Personen verringern.
Drückt man den Auslöser nun durch wird der Blitz (bei Bedarf) aktiviert und das Foto gemacht. Vorsicht: Wer die Kamera mit nur einer Hand hält, läuft Gefahr, dass die Hand den Blitz teilweise verdeckt wodurch das Bild komplett dunkel wird - und das passiert öfter als man glaubt. Am besten wird die Kamera mit beiden Händen und nur an der Seitenflanke gehalten. Die Stärke des Blitzes ermittelt übrigens der Blitzsensor an der Rückseite neben den LEDs.
Optional kann ein Rotaugen-Effekt verhindert werden indem das Gerät Vorblitze ausschickt - das ist allerdings sehr nervig und beim Fotografieren irritierend.
Im Optionsmenü können desweiteren der Blitz geregelt werden, die Auflösung, ISO-Werte, Weißabgleich und viele mehr eingestellt werden.
Videos kann das K850i in QVGA-Auflösung aufnehmen - die Bedienung erfolgt genauso wie bei Fotos. Nur dass hier beim ersten Drücken des Auslösers die Aufnahme gestartet wird und beim zweiten wieder gestoppt wird
Durch den Schalter an der rechten Flanke kann zwischen dem Foto- und Video-Modus umgeschaltet werden und auch in den Betrachter geschaltet werden. Mit diesem kann man bereits erstellte Fotos und Videos erneut betrachten und zoomen.
Hier bietet das K850i noch das Feature diverser musikuntermalter Slideshows, die die gemachten Fotos in Szene setzen. Wer sowas braucht, ist auf einem anderen Blatt geschrieben:
Die Fotos sind für ein Handy passabel, reichen aber trotz der hohen Auflösung nicht an eine Digitalkamera heran. Leider geht das Handy auch zu schnell in den Blitzmodus (wenn man die Blitzautomatik aktiviert) - dadurch werden Bilder bei leicht dunklen Lichtverhältnissen stockdunkel, weil der Blitz sich anscheinend selbst überschätzt. Ein Beispiel dazu ist ganz am Ende dieses Teils.
Im folgenden befinden sich einige Beispielfotos. Jahreszeitbedingt war es mit Fotos im prallen Sonnenlicht leider nicht so einfach. Mit Stern gekennzeichnete Fotos sind übrigens auch im W910i-Testbericht aus der W910i-Kamera bei selben Bedingungen (und zur gleichen Zeit) zu finden. Die Bilder wurden nicht nachbearbeitet und stammen direkt aus dem Handy. Sofern nicht anders erwähnt sind alle Fotos im normalen Modus ohne manuelle Nachjustierungen entstanden.
- Verschieden weite Objekte
( Kunstlicht, Blitz ausgelöst)
- W910i sehr nah
(Makromodus, Kunstlicht, ohne Blitz)
- Figur sehr nah
(Makromodus, Kunstlicht, mit Blitz)
- Naturaufnahme mit Gegenlicht

- Nahe Blüte mit Gegenlicht
(Makromodus, ohne Blitz)
- Wolkenszenerie
- Testszenerie um Dunkeln
(Blitz aktiviert)
- Makroaufnahme
(Makromodus, mit Blitz, Fokussiert auf Ziffernblatt)
- Naturaufnahme, wolkig
*
- Gläsernes Objekt im dunkeln
(Blitz aktiviert) *
- Steine im dunkeln
(Blitz aktiviert) *
- Objekte in ähnlicher Entfernungen
(Blitz aktiviert) *
- Naturszene, wolkig (1)
*
- Metallobjekt
(Blitz aktiviert)
- Dämmerung (1)
- Beleuchteter Tacho ohne Blitz
(ohne Blitz)
- Beleuchteter Tacho mit Blitz
(Blitz aktiv)
- Nachtszene (1)
(kein Blitz)
- Nachtszene (2)
(Nachtmodus aktiviert (dadurch Autofokus inaktiv) - kein Blitz, ISO 400 manuell)
- Stadtszene, wolkig (1)
(kein Blitz)
- Stadtszene, wolkig (2)
(kein Blitz)
- Stadtszene, wolkig (3)
(kein Blitz)
- Stadtszene, wolkig (4)
(kein Blitz)
- Stadtszene, wolkig - kein Blitz
- So sollte die Szene aussehen
- Stadtszene, wolkig - Blitz ausgelöst
- Schwacher Blitz überschätzt seine eigene Kraft.
An der "Selbstüberschätzung" des Blitzes muss SE mit einem Firmwareupdate dringend arbeiten, denn die meisten werden wohl ihre Einstellungen auf dem automatischen Blitz stehen lassen.
Ansonsten kommen die Bilder farbtreuer daher wie auf den Vorgängermodellen, dennoch ist ein leichter Blaustich zu erkennen.
Insgesamt sind die Bilder stark rauschig und oft in Teilen unscharf. Nur bei Fotos in der direkten Nähe machen die Fotos des K850i was her - auf die Distanz stehen die Bilder im Vergleich zu anderen Handys eher schlecht dar. Natürlich reicht das dank der hohen Auflösung für normale Fotos, die man dank integriertem PictBridge direkt aus dem Handy auf einem kompatiblen Drucker drucken kann.
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Sneff
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Sonntag, 29.10.2007 00:00 5 |
Teil 5 - Fazit und Benchmarks
Mit dem K850i ist Sony Ericsson ein weniger großer Sprung gegenüber dem Vorgänger-Flaggschiff gelungen als noch die Jahre zuvor. Das Betriebssystem selbst ist - mit Ausnahme der gelungenen aber gewöhnungsbedürftigen Drei-Softkey-Philiosophie, die ab sofort in jedem SE-Gerät zu finden ist - nur minimal geändert worden. Auch die eigentliche Hardware ist nur eine subjektiv gesehene Minimaländerung - es scheint als wäre nur das Kameramodul getauscht und ein Lagesensor verbaut worden. Klar steckt mehr im Gerät, wie der spürbar schnellere Bildprozessor, diese Änderungen fallen aber beim täglichen Nutzen nur wenig auf.
Sehr auffallend hingegen sind die kosmetischen Neuerungen des Geräts, das nun erstmals für ein Sony Ericsson-Flaggschiff weg vom Allerwelts-Design, hin zur sehr eigenwilligen Gehäuseoptik geht.
Die komplett verspiegelte Oberfläche vorne und hinten ist eindeutig Geschmackssache. Zudem ist jede Berührung darauf in Form von Fingerabdrücken und Schmierern zu sehen. Das ist sehr nervig. Wer aber auf ein derart edles Design wert legt, muss damit wohl leben. Nächster Punkt ist das Steuerkreuz - der Aufschrei, als die ersten Prototyp-Bilder Anfang des Jahres hier auf SE-World zu sehen waren. Dieses Steuerkreuz ist aber besser zu bedienen als man denken möchte. Einzige Umstellung: Statt mittig bestätigen zu können muss der obere Softkey genutzt werden. Ja und dann ist da noch das Konzept mit den Abheben- und Auflegen-Tasten, das mich persönlich gar nicht begeistert. Aber auch das wird in allen zukünftigen Geräten von SE zu sehen sein - Willkommen Mainstream - Entsprechend im Bedarfsfall belegte Softkeys sind wohl zu herausfordernd für den Standard-User oder -Umsteiger...
Gegenüber den Vorgängern wirkt das Betriebssystem leider etwas träge, das merkt man vorallem, wenn man das Handy schnell entsperren möchte. Man muss nach dem Druck auf die Stern-Taste eine halbe Sekunde warten, bis der entsprechende Softkey zum entsperren reagiert. Das Menü selbst reagiert nur unmerklich träger als bei vergleichbaren Modellen. Beides kann aber wohl durch ein baldiges Firmware-Update behoben werden.
Weiteres Manko ist der schon in Teil 3 beschriebene, sich selbst überschätzende Blitz bei leicht dunklen Aufnahmen im freien. Löst hier der der Blitz aus, ist das Bild zu dunkel. Auch hier bleibt auf ein Firmware-Update zu hoffen. Der Fehler des angeblich zu spät auslösenden Blitzes konnte ich im Test nicht feststellen - waren die Fotos im Nahbereich zu dunkel, lag das immer daran, dass die Hand oder ein Finger (wenn auch nur geringfügig) den Xenon-Blitz verdeckte.
Die Bilder die der Foto schießt sind an sich nur als Schnappschüsse zu sehen. Wer hochwertige Aufnahmen erwartet, ist hier falsch. Das Bildrauschen und die Unschärfen sind zu groß um Fotos wirklich professionell nutzen zu können. Selbst eine 3 Jahre alte Digicam mit weniger Megapixeln erreicht eine bessere Bildqualität (selbst zu beurteilen in Teil 3 des Berichts)
Die Verarbeitung des Geräts ist gewohnt gut - mit Abstrichen. Am Übergang zwischen schwarzer glänzender Oberfläche und silbernen/schwarzen (je nach Farbvariante des Geräts) befindet sich auf beiden Seiten eine Rille, die Schmutz sammelt. Das sieht unschön aus. Ebenfalls ist das Areal um das Steuerkreuz sehr ungünstig zu reinigen - auch hier ist eine Brutstätte für Staubkörner. Das wirkt auf der Glanzoberfläche sehr ungünstig.
Das Gerät an sich hat im Test kein Knarzen entwickelt, alle Teile sitzen gut und fest.
Ebenfalls positiv ist die sehr gute und klare Sprachqualität und die Tatsache dass das Gerät ohne verzögertes Mikrofon abhebt - das kennt man von älteren Modellen teils anders (Geringe Verzögerung bis das Mikro nach dem Annehmen eines Anrufs aktiv war). Auch die Musik wird sehr klar und normal laut wieder gegeben.
Zu erwähnen ist noch der sehr schnelle Übertragungsmodus des Handys - Dateien strömen ca doppelt so schnell in das Gerät wie beim T650i. Im Datenübertragungsmodus ist kein extra Treiber am PC notwendig und es ist dann sowohl der MemoryStick als auch der Telefonspeicher im Windows-Explorer zugreifbar. Der Datenübertragungsmodus benötigt auch keinen Neustart des Geräts mehr - Sony Ericsson erledigt dies jetzt on-the-fly in zu vernachlässigenden 4 Sekunden. Vorteil: Man muss nicht mehr die komplette PC-Suite installieren, sondern kann an jedem PC unter Windows sofort auf beide Speicher des Handys zugreifen.
Insgesamt ist das K850i ein würdiger Nachfolger des K800i und auch wieder das verdiente Flaggschiff von Sony Ericsson. Das zwar als Kamera beworbene Gerät hat seine meiner Meinung nach einzige große Schwäche in der Foto-Funktion selbst - die regulären Handy-Funktionen, Organizer etc sind gewohnt erstklassig. Die Verarbeitung ist im Großen und Ganzen sehr gelungen.
Mini-Benchmark
Boot-Dauer (ohne PIN-Eingabe): 30 Sekunden
Dauer bis Einbuchung (Netz: T-Mobile): 5 Sekunden bei voller Empfangsleistung
Speicherdauer Kamerafoto: 4 Sekunden
Durchschnittliche Autofocus-Zeit: 3,5 Sekunden
Dauer bis Handy im Datenübertragungsmodus: 4 Sekunden
Kopierdauer PC->Handy: 1 MB auf Memory Stick: 4 Sekunden
Kopierdauer PC->Handy: 10 MB auf Memory Stick: 15 Sekunden
Dauer bis Handy nach Datenmodus wieder verfügbar: 1 Sekunde
Das K850i aus diesem Test wurde über unseren Partner JS-Handyshop bezogen. (K850i bei JS-Handyshop kaufen )
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